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IhF-Newsletter

Aktueller Newsletter

IhF Newsletter November 2014

„Mens sana in corpore sano“ - Kompetenzerhalt! Im Kopf und in den Beinen!

Schauen Sie sich einmal unser neustes Fortbildungsangebot an. Vom 23.-27. Februar 2015  haben Sie die Möglichkeit in Grindelwald (Schweiz) sich innerhalb dieser Woche in allen DMP Themen (!), Psychopharmakotherapie, Kindervorsorgen, Reisemedizin, Geriatrie, und, und, und, fortzubilden.

Fortbildung im Schnee!

Fortbildung von Hausärzten für Hausärzte, praxiszentriert im Update – Format und konsequent sponsorenfrei im Sinne: „Meine Fortbildung zahl ich selbst!“


Ak
tuelle wissenschaftliche Meldungen und Pharmakovigilanzhinweise

Erster Fall einer progressiven multifokalen Leukenzephalopathie (PML) unter Tecfidera® (Dimethylfumarat). Dimethylfumarat (Tecfidera®) ist seit Anfang dieses Jahres zugelassen zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit schubförmig-remittierender Multipler Sklerose. lesen Sie mehr

Meldungen von Arzneimittelnebenwirkungen an die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft bitte hier  


Ein besonderer Fall

Im ListServer Allgemeinmedizin stellte neulich eine Kollegin folgenden interessanten Fall vor (aus dem Newsletter 10/2014): Siebenjähriger munterer, fieberfreier Knabe mit dieser Hautveränderung rechts thorakal. Vorgestern war der "Stich" neben dem Bauchnabel aufgefallen, gestern dann kam dieser Strang auf der Bauchwand zutage. Kein Jucken, keine Schmerzen, ein ca. 1cm großer Lymphknoten axlillär, CRP neg. Was ist es gewesen? Es handelte sich um das Bild eines Morbus Mondor Haben Sie auch einen unklaren oder interessanten Fall? Dan schreiben Sie mir: DrMuehlenfeld@t-online.de.


Akupunktur mit Nadeln oder Laser haben keinen klinisch relevanten Effekt bei Patienten mit Kniearthrose

Wirksamkeit der Akupunktur mit Nadeln oder Laser, verglichen mit Scheinakupunktur, bei Patienten mit Kniearthrose? 282 Patienten wurden in die Studie eingeschlossen; das mittlere Alter betrug 63 Jahre, etwa die Hälfte waren Frauen. Weder nach 12 Wochen noch nach 1 Jahr waren die Ergebnisse in der aktiven Akupunkturgruppe (Nadel oder Laser) besser als in der mit Scheinakupunktur behandelten Gruppe oder in der Kontrollgruppe. Die Outcomes, Schmerzen und/oder Funktion waren nach 12 Wochen moderat besser in der mit aktiver Akupunktur behandelten Gruppe, sie erreichten aber nie das Ausmass an Besserung, das von den Patienten als relevant wahrgenommen wird. Auch bei den sekundären Outcomes waren zwischen den Gruppen keine relevanten Unterschiede feststellbar. Kommentar: Nach den Ergebnissen dieser Studie hat Akupunktur – mit Nadeln oder Laser – keinen relevanten Effekt bei Patienten mit Gonarthrose. lesen Sie mehr


Mehr Blutungskomplikationen unter Dabigatran

Der Thrombin-Inhibitor Dabigatran, der Patienten mit Vorhofflimmern vor Schlaganfällen schützen soll, kann schwere Blutungen auslösen. Das Risiko ist einer Analyse von Medicare-Daten in JAMA Internal Medicine (2014; doi: 10.1001/jamainternmed.2014.5398) zufolge in der klinischen Praxis offenbar höher als in der Zulassungsstudie. lesen Sie mehr


Wissenswertes

Schrittweise Dosis-Reduktion, die wirksamste Massnahme zum Absetzen von
Protonenpumpenhemmern

Dass die Dauereinnahme von PPI nicht gesund ist, ist allgemein bekannt. Aber wie kann man es umsetzen? Aus den Ergebnissen der sechs Studien lässt sich folgende Erkenntnis ableiten; eine stufenweise Reduktion der Dosis führt zu besseren Erfolgen wie ein abruptes Absetzen. Die Autoren des Reviews empfehlen bei Auftreten von säureassoziierten Beschwerden einen Therapieversuch mit konventionellen Antazida anstelle einer erneuten  Verschreibung von PPI’s.  Die effizienteste Art wäre eine restriktivere Verschreibungspraxis, aber das ist leichter gesagt als getan, aber lesen Sie selbst.


Paracetamol, verglichen mit Placebo, ist bei Patienten mit akuten lumbalen Rückenschmerzen praktisch nicht wirksam

  • Gruppe 1: Paracetamol 665 mg Tabletten (Tabletten mit verzögerter Freisetzung des Wirkstoffs); Patienten wurden aufgefordert alle 6 bis 8 Stunden zwei Tabletten einzunehmen, für vier Wochen oder bis sie „schmerzfrei“ sind
  • Gruppe 2: Paracetamol 500 mg Tabletten (schnelle Freisetzung des Wirkstoffs); Einnahme bei Bedarf, maximal 8 Tabletten pro Tag
  • Gruppe 3: Placebo
Während drei Jahren wurden 4606 Patienten gescreent und 1652 in die Studie eingeschlossen und randomisiert. Das mittlere Alter betrug 45 Jahre, gut die Hälfte (53%) waren Männer. Bei Einschluss in die Studie war die Schmerzintensität bei 6.3 (auf eine Skala 0 bis 10), die Dauer der akuten Schmerzepisode betrug 10 Tage. Die mediane Zeit bis zur Schmerzfreiheit (wie oben beschrieben) war 17 Tage in der Gruppe mit regelmässiger Einnahme, 17 Tage in der Gruppe, die Paracetamol bei Bedarf nahm, und 16 Tage in der Placebogruppe. Nach 12 Wochen waren schmerzfrei; 85% in der Gruppe mit regelmässiger Einnahme, 83%  in der Gruppe, die Paracetamol bei Bedarf nahm, und 84% in der Placebogruppe. Auch bei den sekundären Outcomes waren keine relevanten oder signifikanten Unterschiede zwischen den drei Gruppen feststellbar. Die Placebowirkung ärztlichen Handelns ist hinlänglich bekannt. Womit wir Hausärzte dies tun scheint weniger bedeutsam zu sein. Umso mehr sollten wir unseren Patienten von schädlichen und/oder teuren Proceduren fernhalten. lesen Sie mehr

Mentoren gesucht!

Zum Ausbau unserer Mentorendatenbank suchen wir weiterhin interessierte, erfahrene Hausärztinnen und Hausärzte. Mentoring von Ärzten in Weiterbildung ist ein weiteres wichtiges Strukturelement unserer Weiterbildung, nutzen Sie die Möglichkeit ihre Erfahrungen und Kompetenzen an junge Kolleginnen und Kollegen weiter zu geben und tragen sich in unsere Mentorenliste ein.
  • zur Mentorenliste


Ihre-Meinung“ Button

Auf der Startseite der Bundeshomepage finden Sie jetzt neu den Button „Ihre-Meinung“ für Ihre Wünsche und Anregungen, Ihre Kritik, aber auch Ihr Lob! Ihre Nachrichten werden aufmerksam gelesen und in Überlegungen und Entscheidungen einbezogen, das Team der Bundesgeschäftsstelle bittet aber um Verständnis, dass nicht alle eingehenden Meldungen persönlich beantwortet werden können. Dies wäre mit der personellen Besetzung und dem breit gefächerten Aufgabenspektrum ein Anspruch, dem man nicht gerecht werden könnte. Sie wollen uns Ihre Meinung mitteilen:
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