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IhF-Newsletter

Aktueller Newsletter

IhF Newsletter Januar 2015

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen, ich hoffe Sie sind gut ins neue Jahr gestartet. Das Jahr 2015 wird uns Hausärzten weiteren Schub bescheren. Unsere Botschaften und Mahnungen sind in der Bevölkerung und in der Politik angekommen. Die letzten und die anstehenden Gesetzesänderungen stärken die hausärztliche Versorgung. Der Deutsche Hausärzteverband unterstützt uns Hausärzte mit verschiedenen Initiativen bei der Umsetzung. Neben der erfolgreichen vertraglichen Umsetzung und unserer Stiftung, sehe ich persönlich meine Aufgabe darin, Ihnen ein interessantes Fortbildungsangebot zusammenzustellen. Beginnen werden wir wie seit 9 Jahren mit dem IhF-Kongress in Mannheim, Sie sind herzlich eingeladen! (zu den Kongressen…) Nutzen Sie die Chancen, die uns jetzt gegeben werden, steigen Sie ein in die HzV Welt und besuchen Sie unsere Fortbildungsangebote. 
Aktuelle wissenschaftliche Meldungen und Pharmakovigilanzhinweise

News 2014-34
19.12.2014 – Stellungnahme der AkdÄ zu Empagliflozin (Jardiance®) – frühe Nutzenbewertung  auf der Basis der vom pharmazeutischen Unternehmer vorgelegten Studiendaten stimmt die AkdÄ im Ergebnis dem IQWiG in der Bewertung des Zusatznutzens von Empagliflozin bei Fragestellung B1 (Empagliflozin + Metformin) zu: Zusatznutzen nicht belegt.(Opens external link in new windowmehr erfahren...) Wichtige Information zur Verschreibung von Betäubungsmitteln ab dem 01.01.2015

25.11.2014 – Rote-Hand-Brief zu Fenistil® (Dimetindenmaleat) 1 mg/ml Injektionslösung: Chargenrückruf wegen teilweiser Undichtigkeit/Kristallisation an der Sollbruchstelle (Opens external link in new windowmehr erfahren…) News 2015-03 13.01.2015 – Stellungnahme der AkdÄ zu Apixaban (neues Anwendungsgebiet) (Eliquis®) – frühe Nutzenbewertung § 35a SGB V Für Fragestellung 1 (Initial-Behandlung von TVT und LE, und parallel einzuleitende Prophylaxe) ergibt sich als zusammenfassende Bewertung für die AkdÄ -       bei einem BMI ≤ 28 kg/m2  - ein fehlender Zusatznutzen -       sowie abweichend zur Bewertung des IQWiG bei einem BMI >28 kg/m2: ein Hinweis für einen geringen Zusatznutzen. Für Fragestellung 2 (Langzeitprophylaxe von rezidivierenden TVT und LE (nach Abschluss einer 6-monatigen Behandlung der TVT oder LE)) stimmt die AkdÄ der Bewertung durch das IQWiG zu: Ein Zusatznutzen ist nicht belegt. Meldungen von Arzneimittelnebenwirkungen an die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft bitte Opens external link in new windowhier Ein besonderer Fall

Haben Sie auch einen unklaren oder interessanten Fall? Dann schreiben Sie mir: DrMuehlenfeld@t-online.de Urlaub in Thailand! Welche Malariaprophylaxe ist zu empfehlen?

Reiseimpfberatungen sind ein immer wiederkehrender Beratungsanlass in der Praxis. Hierzu möchte ich Ihnen zwei hilfreiche Web-Adressen empfehlen: Opens external link in new windowwww.fit-for-travel.de, sowie speziell sehr gut zur Opens external link in new windowMalariaberatung Verwendung von Metformin auch bei milder und moderater Niereninsuffizienz empfohlen

Wie hoch ist das Risiko bei Patienten mit verminderter Nierenfunktion unter Metformin eine Lakatazidose zu entwickeln?
Hintergrund: Metformin wird seit Jahrzehnten für die Therapie von Typ 2 Diabetikern angewandt, und wird von vielen Gesellschaften aufgrund der niedrigen Kosten, des potentiellen kardiovaskulären Benefits und des günstigen Sicherheitsprofils als Ersttherapie empfohlen. Ein anderes Biguanid, Phenformin, wurde aufgrund des erhöhten Risikos einer Lakatazidose bereits 1977 vom Markt genommen. Da Metformin vollständig über die Nieren ausgeschieden wird, besteht bei verminderter Nierenfunktion das Risiko einer Akkumulation mit dem Potential eine Lakatazidose zu entwickeln. Aufgrund dieses potentiellen Risikos empfehlen die Therapieleitlinien Metformin bereits bei milder oder moderater Niereninsuffizienz zu stoppen. Im Rahmen dieses systematischen Review wird die aktuelle Datenlage bezüglich dieser potentiellen Risikokonstellation zusammengefasst. Resultat: ·         Bei den mit Metformin behandelten Patienten mit einer milden bis moderaten chronischen Nierenfunktionseinschränkung (errechnete glomeruläre Filtrationsrate von 30-90ml/min/1.73m2) blieb der Medikamentenspiegel generell innerhalb der therapeutischen Breite, die Laktat-konzentration war nicht relevant erhöht. ·         Die Inzidenz der Laktatazidose bei Patienten die mit Metformin behandelt wurden war in den unterschiedlichen Studien zwischen 3 bis 10 pro 100000 Patienten und damit nicht unterschiedlich in Vergleich mit anderen Therapien. ·         In bevölkerungsbezogenen Studien, in denen trotz der aktuellen Leitlinien zur medikamentösen Therapie mit Metformin, bei einem von vier Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion Metformin verordnet wurde, konnte kein erhöhtes Auftreten von Laktatazidose nachgewiesen werden. Kommentar: Allein in USA werden aufgrund der aktuellen Therapie-Leitlinien über zweieinhalb Millionen Patienten mit verminderter Nierenfunktion die Therapie mit Metformin vorenthalten. Dieses Verhalten muss aufgrund der vorliegenden Informationen, dem potentiellen Benefit welcher diesen Patienten vorenthalten wird und bezüglich möglichen alternativer oraler Therapien (Preis-Leistung, Sicherheit, gesicherter Evidenz bezüglich günstiger Beeinflussung auf klinische Endpunkte) kritisch hinterfragt werden. Aufgrund des aktuellen Wissensstandes kann bei gleichzeitiger Dosisreduktion und sorgsamer Überwachung der Nierenfunktion eine vorsichtige Erweiterung der Metformintherapie auf Patienten mit milder bis moderater chronischer Niereninsuffizienz empfohlen werden (errechnete glomeruläre Filtrationsrate von 30-60ml/min/1.73m2). (Opens external link in new windowmehr erfahren…) Pregabalin zeigt keinen Effekt bei der Behandlung von neurogenen Claudicationsbeschwerden

Bezüglich der Zeit bis zur Angabe moderater Schmerzen konnte zwischen der Pregabalin- und der Diphenhydramingruppe kein signifikanter Unterschied gezeigt werden. Bezüglich sekundärer Endpunkte konnte mit Pregabalin, verglichen mit der Diphenhydramin kein signifikanter Unterschied nachgewiesen werden. Opens external link in new window(mehr erfahren…) Betablocker: wirksam bei Patienten mit Herzinsuffizienz und Sinusrhythmus, aber nicht bei Vorhofflimmern

Bei Patienten mit Herzinsuffizienz und Sinusrhythmus reduzieren Betablocker die Risiken kardiovaskulärer Mortalität und Hospitalisierung.

Bei Patienten mit Herzinsuffizienz und Vorhofflimmern ist dieser positive Effekt der Betablocker nicht nachweisbar; es gibt keine Evidenz dafür Betablocker als Standardtherapie bei Pateinten mit Herzinsuffizienz und Vorhofflimmern zu empfehlen.Opens external link in new window(mehr erfahren...)

Jeder Fehler zählt – hausärztliches Fehlerberichtssystem

Ich möchte Sie einmal wieder auf das hausärztliches Fehlerberichts- und Lernsystem „Jeder Fehler zählt“ aufmerksam machen. (Opens external link in new windowzur Homepage…)

Seit nunmehr zehn Jahren administriert die Arbeitsgruppe um Gerlach und Beyer  dieses System kontinuierlich. Neben der Möglichkeit, kritische Ereignisse aus der eigenen Praxis zu berichten und zu diskutieren, bietet es auch die Gelegenheit, Ideen für Teambesprechungen oder Qualitätszirkel zur Patientensicherheit zu erhalten oder nachzuvollziehen, ob fehlerträchtige Situationen auch öfter schon vorgekommen sind.

Nun möchte die Arbeitsgruppe durch eine Nutzerbefragung genauer erfahren, wie das Berichtssystem noch optimiert werden kann. Wenn sie sich etwa zehn Minuten Zeit nehmen, können Sie sich bequem Opens external link in new windowonline an der Befragung beteiligen und Ihre Erfahrungen schildern. Opens external link in new window(erfahren Sie mehr...)


Wissenswertes 


Kodex Ambulante Weiterbildung

Nachwuchsgewinnung ist eine zentrale Aufgabe die den Deutschen Hausärzteverband beschäftigt. Dabei ist eine Grundvoraussetzung schon gegeben: Der Hausarztberuf ist ein schöner Beruf, aber er muss auch attraktiv für nachkommende Mediziner sein. Das ist einer der Gründe, warum der Kodex für die freiwillige Selbstverpflichtung zur Einhaltung von Qualitätsstandards für weiterbildende Praxen im ambulanten hausärztlichen Bereich (QahB) entwickelt wurde. Mit der freiwilligen Registrierung wird die Verpflichtung angenommen, dem Arzt in Weiterbildung eine sichere wirtschaftliche Grundlage und eine strukturierte Weiterbildung zu bieten. Opens external link in new window(erfahren Sie mehr…) Medizinische Doktorarbeit zum Thema Ebola 

Frau cand. med. Verena Brekle macht eine medizinische Doktorarbeit zum Thema Ebola. Dabei möchten wir eruieren, in wieweit wir als Ärzte in Deutschland vorbereitet sind,  zwischen unbegründeten und ernstzunehmenden Verdachtsfällen unterscheiden zu können. Diese Ergebnisse  sollen zu einer realistischen Einschätzung dieser Problemstellung führen.

Wir haben einen 5-minütigen Fragebogen erstellt, der als Online Umfrage schnell und einfach auszufüllen ist: Opens external link in new windowzum Fragebogen
„Stiftung Allgemeinmedizin“… dem Heilen helfen! 

Warum eine weitere Stiftung im medizinischen Bereich? Weil: Die Stiftung Allgemeinmedizin eben keiner speziellen Krankheit gewidmet ist, sondern den Beruf fördert, der die Menschen mit ihren Krankheiten unterstützt, also den Hausarztberuf. Obwohl im täglichen Leben Hausärzte bei ihren Patienten viel Vertrauen genießen, werden allgemeinmedizinische Grundwerte, wie die besondere Arzt-Patienten-Beziehung, immer weniger geschätzt und drohen unserem Gesundheitssystem verloren zu gehen. Die Allgemeinmedizin zu fördern und weiter zu entwickeln ist oberstes Anliegen der Stiftung. Dazu bedarf sie einer starken gesellschaftlichen Unterstützung. Die Stiftung ist eine Einladung an interessierte Bürgerinnen und Bürger, Patientinnen und Patienten Förderer zu werden und sich für die Hausärzte finanziell zu engagieren. Jede Unterstützung ist uns willkommen. (Opens external link in new windowzur Homepage…) Herzlich Ihr Professor Jochen Gensichen (Vorstand) Mentoren gesucht!

Zum Ausbau unserer Mentorendatenbank suchen wir weiterhin interessierte, erfahrene Hausärztinnen und Hausärzte. Mentoring von Ärzten in Weiterbildung ist ein weiteres wichtiges Strukturelement unserer Weiterbildung, nutzen Sie die Möglichkeit ihre Erfahrungen und Kompetenzen an junge Kolleginnen und Kollegen weiter zu geben und tragen sich in unsere Mentorenliste ein. (Opens external link in new windowzur Mentorenliste)
Ihre-Meinung“ Button

Auf der Startseite der Bundeshomepage finden Sie jetzt neu den Button „Ihre-Meinung“ für Ihre Wünsche und Anregungen, Ihre Kritik, aber auch Ihr Lob! Ihre Nachrichten werden aufmerksam gelesen und in Überlegungen und Entscheidungen einbezogen, das Team der Bundesgeschäftsstelle bittet aber um Verständnis, dass nicht alle eingehenden Meldungen persönlich beantwortet werden können. Dies wäre mit der personellen Besetzung und dem breit gefächerten Aufgabenspektrum ein Anspruch, dem man nicht gerecht werden könnte. Sie wollen uns Ihre Meinung mitteilen:

> Zur Homepage und demOpens external link in new windowButton > oder auch per Mail an Opens window for sending emailIhre-Meinung@hausaerzteverband.de Gefällt Ihnen der Newsletter? Dann empfehlen Sie uns gerne weiter, indem Sie diese E-Mail einfach an Ihre Kollegen weiterleiten.