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19.12.2017

Pressestatement: Deutscher Hausärzteverband zum NC-Urteil des Bundesverfassungsgerichts

Kategorie: Hausärzte, Termine, Gesetze - Verordnungen, Hausarztverträge/ IV-Verträge, Verbandspolitik, Gremien, Fortbildung, Berufspolitik-Sonstiges, Beschlüsse, Presse

 

Berlin, 19.12.2017 – Heute hat das Bundesverfassungsgericht sein Urteil bezüglich der Rechtmäßigkeit des aktuell geltenden Zulassungsverfahrens zum Medizinstudium verkündet. Demnach ist dieses in Teilen verfassungswidrig. Hierzu erklärt der Bundesvorsitzende des Deutschen Hausärzteverbandes, Ulrich Weigeldt:

 

„Die Erfahrung aus der Praxis zeigt, dass die Abiturnote allein nicht dafür ausschlaggebend ist, ob jemand ein guter Arzt wird. Darum begrüßen wir es ausdrücklich, dass zukünftig, neben dem NC, weitere Faktoren wie beispielsweise Motivation, Erfahrungen als Pflegerin oder Pfleger oder Kommunikationsfähigkeiten im Auswahlverfahren eine deutlich größere Rolle spielen. Gerade für Hausärztinnen und Hausärzte sind soziale Kompetenzen im Zweifel wichtiger als ein 1,0 Abitur.

 

Bund und Länder haben bereits vor knapp neun Monaten mit dem „Masterplan Medizinstudium 2020“ beschlossen, dass zukünftig, neben dem NC, weitere Kriterien bei der Studienplatzvergabe berücksichtigt werden müssen. Bisher hakt es jedoch ganz gewaltig an der Umsetzung der Reform vor Ort. Damit muss jetzt Schluss sein!“