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07.02.2018

Pressestatement zum Abschluss der Koalitionsverhandlungen

Kategorie: Hausärzte, Termine, Gesetze - Verordnungen, Hausarztverträge/ IV-Verträge, Verbandspolitik, Gremien, Fortbildung, Berufspolitik-Sonstiges, Beschlüsse, Presse

Berlin, 07.02.2018 – Zum heutigen Abschluss der Koalitionsverhandlungen zwischen CDU, CSU und SPD erklärt der Bundesvorsitzende des Deutschen Hausärzteverbandes, Ulrich Weigeldt:

 

 

„Es ist ein richtiges und wichtiges Signal, dass eine mögliche Große Koalition die hausärztliche Versorgung und die „sprechende Medizin“ besser vergüten will. Das deckt sich mit dem gesellschaftlichen Bedarf. Dieser steigt insbesondere in ländlichen Regionen. Daher begrüßen wir die geplanten Maßnahmen zur Verbesserung der ambulanten Versorgung in strukturschwachen und ländlichen Regionen. Sollte es zu einer Regierungsbildung kommen, stehen wir gerne bereit, an der konkreten Ausgestaltung dieser wichtigen Maßnahmen konstruktiv mitzuarbeiten.

 

 

Wir begrüßen zudem, dass die Koalitionäre die Weiterbildung Allgemeinmedizin, als das Kernfach der hausärztlichen Versorgung, fördern wollen.

 

 

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist ein notwendiges und wichtiges Instrument zur Sicherstellung der hausärztlichen Versorgung. Seit diese Reform im März 2017 beschlossen wurde, ist allerdings wenig passiert. Daher ist es umso wichtiger, dass Union und SPD die zügige Umsetzung im Koalitionsvertrag festgeschrieben haben. Dies ist ein Weckruf für die Länder und Universitäten, den Masterplan nun schnell und vollständig umzusetzen.

 

 

Die geplante Erhöhung des Mindestsprechstundenangebots auf 25 Stunden wäre ein unnötiges bürokratisches Regularium und ein negatives Signal für den hausärztlichen Nachwuchs. Dies würde die Attraktivität unseres freien Berufes nicht erhöhen, im Gegenteil.“