05.04.2011

KBV will Kodierrichtlinien bereits zum 1. Juli scharf schalten

Rubrik: Hausärzte, Beschlüsse, Termine, Gesetze - Verordnungen, Hausarztverträge/ IV-Verträge, Verbandspolitik, Gremien, Fortbildung, Berufspolitik-Sonstiges, Presse

 

BMG-Vorschlag wird ignoriert

Die KBV plant, die umstrittenen Ambulanten Kodierrichtlinien (AKR) doch noch zum 1. Juli 2011 im Handstreich einzuführen. Bereits am Donnerstag, den 7. April 2011 will KBV-Chef Köhler die Einführung durchsetzen und damit einen Vorschlag des Bundesgesundheitsministers vom Tisch fegen, der eine Verschiebung der AKR bis zum Jahresende vorsah. In einem aktuellen Rundbrief forderte Ulrich Weigeldt, der Bundesvorsitzende des Deutschen Hausärzteverbandes die Hausärzte zur Intervention bei ihren KVen auf.

„Die KBV ködert die niedergelassenen Ärzte jetzt mit einem Honorarversprechen, das jedoch nur aus Verschiebungen unter den KV-Regionen eingelöst werden kann. Ein Honorarzuwachs durch die Anwendung  der AKR ist ausgeschlossen“, so der Bundesvorsitzende des Deutschen Hausärzteverbandes, Ulrich Weigeldt. „Dieses Ausspielen der Regionen gegeneinander muss beendet werden.“

KBV-Vorsitzender Köhler will die Scharfschaltung der Ambulanten Kodierrichtlinien zum 1. Juli 2011 bereits in dieser Woche durchsetzen. Offensichtlich ignoriert die KBV-Führung den Vorschlag des Bundesgesund-heitsministers, die Übergangs- und Einführungsphase der Ambulanten Kodierrichtlinien (AKR) um weitere sechs Monate zu verlängern.

„Wir begrüßen den Vorschlag des Bundesministers, um einen ruhigen und verantwortlichen Umgang mit der Kodierung zu fördern“, so Weigeldt. Nahezu alle ärztlichen Körperschaften, Verbände und Fachgesellschaften haben in großer Einigkeit die Ambulanten Kodierrichtlinien in dieser Form abgelehnt, schreibt Weigeldt in seinem Rundbrief an die Hausärzte. „Für Wissenschaftler und Politik ist es unstrittig, dass die Anwendung dieser AKR zur Messung des Behandlungsbedarfs zumindest im hausärztlichen Bereich nicht geeignet ist.“


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